Christine Nöstlinger – Eine Autorin, die Generationen verbindet

Ich habe schon immer gern gelesen. Mal mehr, mal weniger – aber seit ich lesen kann, habe ich immer irgendwie ein Buch gelesen. Als ich in der dritten Klasse war, also so etwa acht Jahre alt, hat meine Klassenlehrerin in Deutsch Unterricht aus “Die feuerrote Friederike” vorgelesen, ich war begeistert und habe mir das Buch bei meinem nächsten Büchereibesuch ausgeliehen. Das war mein erster richtiger Kontakt mit Christine Nöstlinger, zumindest der erste, an den ich mich richtig erinnern kann. Von dem Zeitpunkt an hat die Autorin mich durch unzählige Geschichten begleitet. Egal ob nun “Am Montag ist alles ganz anders”, “Ein Mann für Mama”, “Konrad, Das Kind aus der Konservenbüchse”, “Wir pfeifen auf den Gurkenkönig” oder die “Geschichten vom Franz”, von denen die meisten irgendwann schon mal gehört haben.
Ich konnte mit Christine Nöstlinger viel lachen, hatte  unglaublich viele schöne Lesestunden mit ihr und habe mich von ihr in die Welt der Bücher ziehen lassen.

Am 13. Oktober 1936, also genau vor 75 Jahren, würde die Autorin in Wien geboren. Ihren ersten Roman (Die feuerrote Friederike), der auch mein erster von ihr war, veröffentlichte sie im Alter von 34 Jahren. Es folgten viele weitere und bis heute hat sie über 100 Bücher veröffentlicht.
Für ihre Werke erhielt sie bisher 16 Auszeichnungen, darunter unter anderem  den Deutschen Jugendliteraturpreis für “Wir pfeifen auf den Gurkenkönig”, den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis,  den Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteraur für “Rosa Riedl Schutzgespenst” und dieses Jahr den Corine Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten für ihr Lebenswerk.

Um zu diesem Jubiläum nostalgisch in Erinnerungen schwelgen zu können, habe ich mich ein wenig in die Vergangenheit versetzt und mir noch einmal einige Geschichten von Christine Nöstlinger zu Gemüte geführt.

Bei “Wir pfeifen auf den Gurkenkönig” hatte ich ein paar wunderbare und herrlich komische Stunden. Der Gurkenkönig Kumi-Ori sucht Asyl bei Familie Hogelmann und stellt damit das gesamte Familienleben auf den Kopf. Der Papa wird vollkommen verrückt und die ganze Familie wird von Kumi-Ori in den Wahnsinn getrieben. Ein absoluter Klassiker, der sich perfekt zum Vorlesen oder auch zum selber lesen eignet. Mit unglaublich viel Witz und erzählt Wolfi die Geschichte seiner Familie. Christine Nöstlingers kindgerechter und überaus bildhafter Schreibstil garantiert für nicht gerade wenige Lach-Momente. Wer “Kumi-Ori das zweit” noch nicht kennengelernt hat, sollte das schleunigst nachholen. In der neuen Ausgabe ist ein Hörbuch dabei, auf dem Stefan Kaminski sehr sympathisch die Geschichte vorliest.

Neben Büchern hat Christine Nöstlinger auch kurze Geschichten geschrieben. Eine Sammlung ausgewählter Geschichten findet sich in “Das große Nöstlinger Lesebuch”. 35 liebevoll zusammengestellt Geschichten mit tollen Bilder von verschiedenen Illustratoren (u.a. Axel Scheffler bekannt von “Der Grüffelo”) finden sich in diesem Buch. Auf diesen 285 Seiten ist wirklich für jedes Alter was dabei. Es gibt kurze Geschichten wie “Thomas und Bille”, “Mutterschule” oder “Mein Großvater”, die nur über wenige Seiten gehen, aber in diesem Buch gibt es auch Geschichten für die etwas geduldigeren Zuhörer, die dann über 20 oder 30 Seiten gehen. Christine Nöstlinger Geschichten haben alle ihren ganz eigenen Charme, keine ist wie die andere und alle haben eine gewisse Portion Humor.Eine fantastische Sammlung, die in jedem Kinderbuchregal stehen sollte.

Es ist ein unglaubliches Gefühl, dass Christine Nöstlinger eine der wenigen Autorinnen ist, die meine Mutter als Kind gelesen hat, die ich als Kind gelesen habe und deren Geschichten ich jetzt meinen eigenen Kindern vorlese. Eine deutsche Kinderbuch Autorin, die Generationen verbindet, wozu nicht viele gehören. Spontan könnte ich sie an zwei Händen abzählen, umso schöner für mich, dass Christine Nöstlinger immer noch schreibt. Ein Ende ist glücklicherweise nicht in Sicht.

Alles Gute zum Geburtstag, Christine Nöstlinger!

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4 Gedanken zu “Christine Nöstlinger – Eine Autorin, die Generationen verbindet

  1. Ooooh ja. Erinnere ich mich auch dran. Von ihr haben wir in der Grundschule immer im Stuhlkreis was vorgelesen. Ähm “Geschichten vom Franz” glaube ich. Und bestimmt noch etliches anderes. :)

  2. Christine Nöstlinger hat mir schon als Kind mit ihren Büchern schöne Lesestunden beschert :) und ich habe ziemlich viele ihrer Werke gelesen – als Österreicherin ist das schließlich Ehrensache. ;)

    Liebe Grüße,
    Sabine

  3. Hallo :-)
    Weil ich deine Video’s soo gerne angucke, wolle ich mal fragen, wann denn wieder ein neues kommt ? ;)
    Liebste Grüße,
    Melina. :)

  4. An “Die feuerrote Friederike” kann ich mich auch noch gut erinnern und absolut unvergesslich ist auch Gretchen Sackmeier. Die habe ich unglaublich gerne gelesen.

    LG
    Jo

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