Worum geht’s?
Die Gesellschaft ist in 5 Gruppen unterteilt: Die Selbstlosen, die Furchtlosen, die Gelehrten, die Gerechten und die Freundlichen. Jeder Jugendliche muss, wenn er 16 Jahre alt ist, entscheiden zu welche dieser Fraktionen er fortan gehören möchte. Auch Tris steht diese Entscheidung bevor. Aber vorher gibt es noch einen Test, in dem geprüft wird, wo die eigene Berufung liegt. Es liegt also nahe, dass man sich auch für das entscheidet, zu dem man berufen ist. Doch bei Tris’ Test gibt es ein Problem, ihr Ergebnis ist ungültig: sie weicht von der Norm ab. Das macht die Entscheidung für das Mädchen nicht gerade einfacher. Bleibt sie bei ihren Eltern, die den Selbstlose angehören? Oder wechselt sie in eine andere Gruppe ohne zu wissen, was auf sie zu kommt? Nur eins weiß sie ganz sicher, sie darf niemandem erzählen, dass sie “divergent” ist, denn das könnte sie das Leben kosten…
Rezension
Wenn ein Buch dir die Sprache verschlägt, ist das in den meisten Fällen ein gutes Zeichen. Und obwohl Dystopien zur Zeit wie Pilze aus dem Boden zu schießen scheinen, hat die 22-jährige Veronica Roth hier ein Buch geschrieben, dass von der ersten Seite an fesselt. Oder nein, es fesselt nicht, es reißt einen einfach mit. Man fühlt sich, als wäre man gerade in die Zukunft gebeamt worden und ist mitten im Geschehen. Bei der Zeremonie sitzt man im Publikum und begleitet Tris danach auf ihrem Weg.
Eigentlich würde ich an dieser Stelle zur Handlung noch so viel mehr schreiben wollen um euch das Buch noch schmackhafter zu machen, aber ich möchte einfach nicht zu viel verraten. Daher müsst ihr euch wirklich mit der extrem kurzen Inhaltsbeschreibung zufrieden geben. Ich will schließlich niemandem den Spaß verderben!
Veronica Roth hat hier wirklich eine außergewöhnlich gute Dystopie geschaffen. Alles wirkt echt, authentisch und so real! Man muss wirklich Vorstellungslegastheniker sein, wenn einem das noch zu wenig ist. Die Handlung ist so perfekt mit der Spannung verknüpft und so genial aufgebaut, das man kaum Zeit hat, das Buch aus der Hand zu legen. Anfangs wird man ganz schlicht in die Geschichte eingeführt und was zu erst noch etwas wie “Die Auswahl” erscheint, entpuppt sich nur wenige Seiten später als das komplette Gegenteil.
Die erste große Spannungsphase lässt nicht lange auf sich warten und anschließend bleibt der Spannungsbogen immer mindestens im oberen Drittel. Hier und da gibt es kleine Verschnaufpausen, die dann aber auf eine ganz andere Art spannend sind, sodass man als Leser wirklich keine Chance hat, dem Sog zu entrinnen. Fürs Herz ist natürlich auch wieder was dabei und es gibt einige durchaus niedliche Szenen zwischen Tris und ihrem Herzensmann.
Die letzten rund 100 Seiten sind der absolute Wahnsinn und steuern auf einen fulminanten Showdown hin.
Die Charaktere, insbesondere Tris, haben eine tolle Entwicklungsphase mitgemacht und insbesondere Tris merkt man gen Ende an, wie viel reifer sie geworden ist. Bei anderen Personen hoffe ich auf mehr Hintergrundinfos und mehr Entwicklung in den folgenden Bänden.
Die junge Autorin brauch sich wirklich nicht verstecken und lässt mit ihrem Debüt selbst die (auch von mir) hochgelobte Panem Trilogie weit hinter sich. Zur Zeit schreibt sie am zweiten Teil “Insurgent”, der im nächsten Jahr erscheinen soll. Im Februar 2012 erscheint Divergent dann auch in Deutschland unter dem Dach von Bertelsmann.
Wer aber nicht warten mag, der sollte sich unbedingt mal die Leseprobe, die die ersten 100 Seiten umfasst, zu Gemüte führen. Ich garantiere euch, dass ihr das Buch dann unbedingt haben müsst!
Fazit
Mir fällt nichts anderes ein als einfach nur zu sagen: Unbedingt lesen! Wer Panem gut fand, wird dieses Buch lieben!
Ich vergebe…






Habt ihr Lust auf eine Challenge? Dauert euch zu lang? Kein Problem… sie geht nicht lang, genau genommen nur 31 Tage.

Becca Fitzpatrick hat hier neben einer tollen Protagonistin, die überaus glaubwürdig wirkt, eine ganz tolle Nebenfigur geschaffen. Vee, die beste Freundin von Nora. Was hab ich gelacht! Sie sorgt mit ihren frechen, heiteren Kommentaren immer wieder für frischen Wind und bringt stellenweise richtig Fahrt in die Geschichte. Ihre Rolle an sich ist im Prinzip recht unspektakulär und vorhersehbar, aber sie ist so ein Typ Mensch, den man eben wirklich gern zur besten Freundin hat. Die Autorin hat viel Gefühl in ihre Charaktere gesteckt, was mir wirklich außerordentlich gut gefallen hat.

