Klappentext
“Anne, glaubst Du an Vampire?”
“Nur weil ich noch nue eunem begegnet bin, muss es ja nicht heißen, es gibt keine…”, gibt sich die 24-jährige Anne, die aus Deutschland nach Los Angeles zu ihrer Freundin Eunice gereist ist, diplomatisch, dabei steckt sie bereits mitten drin in filmreifen Erlebnissen. Träume, Vorahnungen und eine ganz besondere Stimme suchen die menschenscheue Frau heim, und bald nimmt diese Stimme Gestalt an. Anne begegnet einem geheimnisvollen Mann, in den sie sich prompt verliebt. Nachdem sie an seiner Seite nicht nur ihre eigenen paranormalen Fähigkeiten erkennt, sondern auch erfährt, dass der Geliebte ein Vampir ist, flieht sie zurück nach Deutschland, wo sie sich sicher im realen Leben glaubt. Doch zu Hause, in ihrem verschöafenen Dorf, holen Vampirsagen die junge Frau ein – ausgerechnet aus dem Mund ihrer Großmutter.
Annes kalifornische Reiseerlebnisse erscheinen plötzlich in einem neuen Licht…
Rezension
Also, direkt am Anfang möchte ich schon einmal darauf hinweisen, dass die Umsetzung der Geschichte eine Katastrophe ist.
Während die Grundidee eine alte (deutsche) Legende mit einer modernen Vampir-Lovestory zu verknüpfen ja wirklich noch gut ist und auch nicht alltäglich, macht die Art und Weise wie die Geschichte umgesetzt wurde nahezu alles wieder zu Nichte.
Zum einen strotzt das Buch nahezu vor Fremdwörtern und Fachbegriffen.Ich kann verstehen, wenn man beispielsweise um eine ständige Wiederholung des Wortes “Brustkorb” zu vermeiden, zwischenzeitlich auf den Fachbegriff “Thorax” zurückgreift. Aber wieso bitte wird gleich der Fachausdruck verwendet ohne auch nur einmal den allgemein verständlicheren Begriff “Brustkorb” zu schreiben?
Wie erwähnt handelt es sich hierbei nur um ein Beispiel. Weitere Beispiele ließen sich ohne Weiteres aufführen, was aber in dieser Rezension zu weit gehen würde.
Hinzu kommt ein teilweise sehr verschachtelter Schreibstil und Satzbau, so dass die Sätze zwischenzeitlich einen unübersichtlichen Sinn ergeben. Man muss die Sätze förmlich zerlegen um deren Aussagen komplett folgen zu können.
Diese Schreibweise sorgt dafür, dass der Leser der Story auf kilometerweite Distanz verfolgt und sich nicht von dem Buch gefangen nehmen lassen kann.
Auch wenn manche Situationen durchaus als romantisch bezeichnet werden könne, sind sie für den Leser dieses nicht, da einfach zu viel Distanz zur Geschichte besteht.
Die Hauptprotagonistin Anne macht zum größten Teil einen stupiden und nahezu reichlich dämlichen naiven Eindruck. Sie nimmt fast jedes Ereignis ohne zu hinterfragen hin und akzeptiert dieses einfach.
Ein Beispiel: Sorry, aber bitte wer akzeptiert einfach so, dass er aus unerklärlichen Gründen auf einmal blutet wie ein abgestochenes Schwein?
Dieses passiert Anne, seit sie in Los Angeles verweilte, immer wieder um nicht gar zu sagen ständig. Aber Anne macht sich darüber keine Gedanken – das ist halt einfach so.
Der Grund für die extremen Blutungen bleibt im Verborgenen und der Leser wird über dieses Phänomen woher es auf einmal kommt und wieso nicht aufgeklärt, obwohl dieser Umstand für die Geschichte ein wichtiger Aspekt ist.
Die Gefühlsregungen, die dargestellt werden sollen, hat die Autorin nicht weit genug einfließen bzw. genug ausreifen lassen. Es geht alles sehr schnell und unglaubwürdig einher. So heiratet Anne z.B. ein paar Tage nach der Beerdigung ihrer Großeltern ihren Vampir … Kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Sicher könnte man vieles darauf münzen, dass die Hauptprotagonistin schwer verliebt ist und deswegen über vieles hinweg sieht oder gar nicht registriert. Aber bei so extremen Ereignissen wie übermäßiges Bluten, Tod usw. fällt der rosa-rote Schleier von einem ab.
So besteht dieses Buch fast ausschließlich einfach nur aus nicht nachvollziehbaren, kuriosen und unverständlichen Situationen und Begebenheiten.
Das Ende des Buches ist, mehr oder weniger ein offenes und seltsam kurios (es gibt ja schließlich auch noch einen Folgeroman). Was es nun mit der Legende auf sich hat und ob die Prophezeiungen sich erfüllen bleibt ungeklärt und es entsteht der Eindruck, dass Anne einfach geisteskrank ist.
Ich werde auf den Folgeroman gerne verzichten und trauere fast regelrecht der verlorenen Zeit hinterher, die ich in dieses Werk investiert habe.
Ich vergebe…





Herzlichen Dank an LiteraturFee für diese Gastrezension!

Ha! EXAKT meine Meinung!! Die vielen positiven Rezis sind mir unbegreiflich, und ich musste mich regelrecht ZWINGEN, dieses anstrengende laaange und manchmal peinliche Buch fertig zu lesen. Bei mir gab’s auch 1 Stern ;-)
Wenn es dich interessiert, kannst du’s gerne auch bei mir nachlesen:
http://damarisliest.blogspot.com/2011/05/rezension-zu-blutsuche-annes-reise-von.html
Ganz liebe Grüsse,
Damaris
Hallöchen
Gut zu wissen, das ich von dem Buch lieber die Finger lassen sollte
Du hast einen echt super schönen Blog…die Eulen sind ja so was von niedlich^^ freu mich schon öfter von dir zulesen
LG Nicole